Moderne Vermögenverwaltung für Jedermann von Scalable Capital

Wer sich nicht selbst um seine Geldanlage kümmern will oder kann, kann diese Aufgabe auch einem Vermögensverwalter anvertrauen. Die klassische individuelle Vermögensverwaltung ist jedoch in den meisten Fällen erst ab einem hohen sechsstelligen Vermögen möglich und somit für den Normalanleger nicht zugänglich. Hier bieten moderne Vermögensverwaltungen wie Scalable Capital neue Lösungen, die eine professionelle Geldanlage bereits ab 10.000 Euro möglich macht. Ermöglicht wird dies durch eine weitgehend automatisierte Geldanlage durch einen Robo Advisor. Doch wie funktioniert dies eigentlich?

Inhalt von „Scalable Capital Test & Erfahrung“

Investmentstrategie von Scalable Capital

Scalable Capital investiert die Einzahlung der Anleger in unterschiedliche Anlageklassen, wie Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe sowie am Geldmarkt. Es erfolgt jedoch keine Anlage in Einzeltiteln, die Vermögensklassen werden über ETFs abgebildet. Dies sind passive Fonds, die einen bestimmten Index nachbilden. Es wird also nicht versucht durch mehr oder weniger geschickte Auswahl von Einzeltiteln eine Outperformance zu erzielen, sondern man geht einen anderen Ansatz. Die Aufteilung des Portfolios auf unterschiedliche Anlageklassen soll das Risiko von Kursverlusten minimieren. Die Anleger geben bei der Anmeldung selbst an, wieviel Risiko sie beim Geld anlegen maximal bereit sind in Kauf zu nehmen. Dieses auch als Value-at-Risk bezeichnete Konzept stützt sich auf wissenschaftlich fundierte Konzepte der Kapitalmarkttheorie und Finanzmathematik. Ein Value-at-Risk von zehn Prozent bedeutet, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent der jährliche Kursverlust kleiner als zehn Prozent ausfallen wird. Ein Computerprogramm berechnet ständig das zu erwartende Portfoliorisiko und macht somit die Arbeit teurer Analysten überflüssig. Über- oder unterschreitet das aktuelle Portfolio die gewählten Risikoschwellen, schlägt das Computerprogramm eine neue Zusammensetzung vor. Geht es an den Aktienmärkten sehr turbulent zu, kann zum Beispiel ein Teil der in Aktien-ETFs angelegten Gelder in risikoärmere Anlageklassen wie Anleihen oder Immobilien umgeschichtet werden. Hat sich dann die Lage beruhigt wird wieder vermehrt in Aktien angelegt. Deshalb wird dies Anlageform auch als Robo Advisor bezeichnet. Der Robo Advisor erteilt jedoch nur Ratschläge, in letzter Kontrollinstanz werden die Transaktionen bei Scalable Capital von Menschen kontrolliert und ausgeführt.

Erzielte Renditen und Kostenvorteile

Scalable Capital ist seit Januar 2016 am deutschen Markt tätig, es sind somit noch keine langfristigen Aussagen zur erzielten Rendite möglich. Die seitdem erzielten Renditen liegen zwischen minus 7 und plus 12 Prozent. Erwartungsgemäß lässt sich ein Zusammenhang zwischen Value-at-Risk, Anlagedauer und erzielter Rendite herstellen. Portfolios mit einem höheren Risiko und einer längeren Anlagedauer erzielen höhere Renditen als Portfolios, die erst vor kurzem gestartet wurden oder mit einem geringen Risiko arbeiten. Die erzielten Renditen und die aktuelle Zusammensetzung können Kunden, die bei dem Münchener Starup Geld anlegen jederzeit über die Website oder eine App auf dem Smartphone kontrollieren. Bei Vergleichen sollten Sie berücksichtigen, dass in den ausgewiesenen Renditen alle Gebühren bereits abgezogen wurden. Ein großer Vorteil der automatisierten Vermögensverwaltung liegt in den niedrigen Kosten, denn diese betragen nur ein Prozent. Darin enthalten sind bereits die Gebühren für die Vermögensverwaltung, die Transaktionskosten des Wertpapierhandels über die Baader Bank und die Produktkosten der ETFs. Selbst bei kleinen Anlagesummen lassen sich so gegenüber einer klassischen Bankberatung oder Vermögensverwaltung über einen längere Zeitraum mehrere tausend Euro einsparen, da beim Robo Advisor keine Ausgabenaufschläge und Vertriebspovisionen bezahlt werden müssen.

Von der Idee zur Umsetzung

Die Gründung von Scalable Capital erfolgte im Jahr 2014 durch Eric Podzuweit und Florian Prucker, die beide vorher bei Goldmann & Sachs in leitender Funktion im Wertpapierhandel tätig waren. Der dritte im Bunde ist Dr. Stefan Mittnik, Professur für Finanzökonometrie an der LTU München. Zunächst konzentrierten sich die drei Gründer, die bis nach wie vor für das Startup tätig sind, auf die Entwicklung des Programms und die ersten Finanzierung. Der Startschuss erfolgte dann im Januar 2016. Heute gehört Scalable Capital mit mehr als 600 Millionen verwalteten Kundengeldern zu den bekanntesten und wertvollsten Startups der deutschen Fintech-Szene, das mit vielen Banken kooperiert. Die Depotführung erfolgt bei der Baader Bank, Kooperationen bestehen mit der ING DiBa und Siemens Private Financiers. Seit 2017 ist Black Rock mit einer Minderheitsbeteiligung an Scalable Capital beteiligt.

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