Crowdinvesting, so investieren Sie in Immobilien und Startups

Inhalt von „Crowdinvesting, so investieren Sie in Immobilien und Startups“

Crowdinvesting in Immobilien – So legen Sie Geld gewinnbringend an

Sie haben bestimmt schon von der Schwarmfinanzierung gehört. Oft wird dieses auch als Crowdinvesting bezeichnet. Bei dieser Form wird die Bank außen vor gelassen und normale Menschen können als Investoren und Kreditgeber für Unternehmer auftreten. Dieses Konzept ist nicht neu, doch besonders in einer Phase der Niedrigzinsen sehr beliebt. Doch was sind die Vorteile und Nachteile? Ist sowas auch sicher? Wie sehen die potenziellen Profite aus? Ist es nicht viel besser, einfach eine Wohnung oder eine andere Immobilie zu kaufen und diese zu vermieten?
Diese Fragen und einige mehr werde Ihnen in den kommenden Minuten beantwortet.

Was ist Crowdinvesting?

Grundsätzlich kommt das Wort Crowdinvesting aus dem Englischen und im deutschen wird es als Schwarmfinanzierung bezeichnet. Die „Crowd, also die Menge investiert gemeinsam in ein Projekt. Diese setzt sich aus kleineren Investoren und Anlegern zusammen. Investiert wird in den meisten Fällen in Unternehmen oder Immobilien. Mittlerweile sind allerdings auch Konsumkredite und andere Formen der Finanzierung beim Crowdinvesting an der Tagesordnung.
Die Idee dahinter ist leicht zu verstehen. Es geht in erster Linie darum, die Bank aus der Gleichung zu entfernen. Dadurch profitieren auch beide Seiten. Die Geldnehmer zahlen keine teuren Provisionen an die Bank und häufig auch geringere Zinsen. Die Investoren werden für den Verleih von Ihrem Kapital ebenso entschädigt. Sie bekommen ebenfalls Zinsen in einer Höhe, die deutlich interessanter ist als die meisten klassischen Anlageprodukte. Crowdinvesting ist also definitiv keine schlechte Sache.

Wie funktioniert Crowdinvesting?

Beim Crowdinvesting müssen Sie zuerst einmal ein Projekt finden. Wie erwähnt können das Wohnungen, Häuser, Unternehmen, Start Ups, Immobilien, Konsumkredite und vieles mehr sein. Dies suchen Sie am besten über diverse Plattformen oder informieren sich bei Freunden und Bekannten, die auf diesem Gebiet des Crowdinvesting Erfahrung haben. Sobald Sie dann das Wie und das Was wissen, können Sie die nächsten Schritte einleiten. Sie finden dann Informationen über das Projekt, welches durch Fremdfinanzierung in Form von Crowdinvesting realisiert werden soll. Es spielt hierbei auch keine Rolle, ob Sie in Immobilien oder Unternehmen investieren. Zumindest nicht, welche Kennzahlen Sie beachten sollen. Das Risiko schwankt natürlich je nach Art des Kredites enorm. Immobilien sind zum Beispiel deutlich weniger volatil, als ein Unternehmen, welches erst vor Kurzem gegründet wurde.
Sobald Sie sich dann über Zahlen, Daten und Fakten schlau gemacht haben, dann können Sie Ihre Entscheidung treffen. Das Investment an sich verläuft über die meisten Plattformen sehr unkompliziert. Sie füllen ein paar Formulare aus und überweisen den gewählten Betrag. So schnell ist man Investor bei einer Schwarmfinanzierung.

Vorteile und Nachteile von Crowdinvesting in Immobilien.

Natürlich hat Crowdinvesting nicht nur Vorteile. Es würde wie bei vielen anderen Dingen doch sonst jeder machen, oder? Bei einer Schwarmfinanzierung ist immer ein gewisses Risiko zu beachten, welches Sie nicht einfach unbemerkt lassen dürfen. Das gilt leider auch für Wohnungen und Immobilien.

Vorteile beim Crowdinvesting:

  • Hohe Sicherheit: Ja Sie haben das schon richtig gelesen. Tatsächlich ist Crowdinvesting nicht dieses volatile und risikoreiche Investment, als was es oft dargestellt wird. Vor allem dann nicht, wenn Sie in Immobilien investieren. Seitdem Crowdinvesting immer mehr und mehr Anhänger gewinnt, werden auch die Gesetze entsprechend angepasst. Mittlerweile gibt es speziell in Deutschland zum Beispiel das
    Kleinanlegerschutzgesetz, wodurch genau solche Investoren geschützt werden. Das ist natürlich nicht das einzige, doch wohl das bekannteste Gesetzt.
    Zudem haben Sie einen besonderen Vorteil, wenn Sie in ein Haus oder eine Wohnung investieren. Immobilien sind im Allgemeinen ein stabiler Sachwert und können als Sicherheit herangezogen werden. Das bedeutet, selbst wenn der Kreditnehmer Schwierigkeiten mit der Tilgung bekommt, so kann immer noch das Sachvermögen aus der Wohnung oder dem Haus gezogen werden. Dies wird anschließend versteigert oder anderweitig verwertet. Dadurch kommen die Investoren der Schwarmfinanzierung trotzdem noch zu einem Großteil Ihres Geldes.
    Dies ist außerdem tatsächlich nur Plan B. Das Ausfallrisiko beim Crowdinvesting in Immobilien ist schwinden gering, wenn man es mit anderen Projekten gegenüberstellt. Dadurch sind Sie verhältnismäßig sogar konservativ unterwegs, wobei dies natürlich ein dehnbarer Begriff ist.
  • Hohe Renditen: Der Grund warum Crowdinvesting so beliebt ist, ist ohne Frage die potenzielle Rendite. Fünf Prozent sind keine Seltenheit. Oft werden diese auch überstiegen. Ein klassisches Produkt kann mit solchen Zahlen kaum mithalten. Vergleichen Sie Crowdinvesting wiederum mit Aktien, so haben Sie die entsprechende Volatilität. Der konstante Fluss an Zinsen und die halbwegs hohe Sicherheit machen Crowdinvesting für Anleger sehr interessant.Ist das Anlageobjekt dann auch noch eine Immobilie, so ist es perfekt. Zugegeben haben Wohnungen und Häuser einen im Vergleich kleinere Rendite, als ein Start Up Unternehmen. Dafür sind sie, was das Thema Sicherheit angeht allerdings weit voraus.
  • Unabhängig vom Markt: Falls Sie glauben, dass Immobilien sicher sind, dann haben Sie nur bedingt recht. Wohnungen, Häuser und Lagerhallen unterliegen genauso einem Markt wie alles andere. Aktien und Rohstoffe sind nicht die einzigen Anlagemöglichkeiten, die sich zyklisch auf und ab bewegen. Sie sind insofern sicher, da ein Sachwert vorhanden ist. Das bedeutet allerdings nicht, dass Ihre Anlage nicht im Wert sinken kann.
    Beim Crowdinvesting ist das anders. Die Schwarmfinanzierung interessiert es nicht im geringsten, ob der Markt nun steigt, fällt oder sich im Kreis bewegt. Sie haben nur Ihren fixen Zinssatz, den Sie als Entschädigung für den Verleih Ihres Kapitals bekommen. Das ist die gesamte Zauberei. Um den Wert der Anschaffung muss sich der Empfänger der Gelder kümmern, nicht der Investor. Das macht die Anlage im Crowdinvesting sehr konstant und berechenbar. Eigenschaften, die bei anderen Investments eher unwahrscheinlich sind.
  • Kurze Laufzeiten: Anders als bei vielen anderen Investitionen ist die Laufzeit beim Crowdinvesting sehr gering. Wenn Sie nun selbst eine Wohnung oder eine andere Immobilie kaufen würden, dann würden Sie dies vermutlich die nächsten 10 bis 20 Jahre tilgen. Beim Crodinvesting wiederum ist die Laufzeit meistens nur 1 bis 3 Jahre, wobei es auch hier Ausnahmen geben kann. Das hat natürlich den Vorteil, dass man sein Kapital relativ schnell wieder zurück hat und entweder für Privates oder auch weitere Investitionen verwenden kann.

Nachteile beim Crowdinvesting:

  • Sicherheit: Obwohl die Sicherheit beim Crowdinvesting stark gestiegen ist, so ist es immer noch ein volatiles Geschäft. Sehen Sie, die Ausfallquote per se ist zwar gering, das ist schon richtig. Das Problem ist viel mehr, dass ein Ausfall einfach sehr hohe Folgen hat. Fällt eine Aktie im Preis, so kann man diese meist noch um den halben Preis verkaufen. Wenn eine Wohnung entwertet wird, weshalb auch immer, so kann sie entweder wieder aufgewertet oder günstiger verkauft werden. Wenn beim Crowdinvesting ein Kredit allerdings ganz ausfällt, dann ist das gesamte Kapital einfach verschwunden.
    Die Plattform und der Gesetzgeber wird natürlich alles in ihrer Macht Stehende tun, um das Geld zurückzuerhalten. Doch dies ist nicht immer umsetzbar, nicht einmal bei Immobilien.
    Lassen Sie sich davon jetzt aber nicht abschrecken. Wer so denkt, der dürfte das Haus nicht mehr mit Bargeld verlassen, da er Angst hat ausgeraubt zu werden. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist sehr gering. Es ist nur wichtig zu wissen, was im schlimmsten Fall passieren kann.
  • Frühzeitige Kündigung: Während Sie eine Aktie praktisch jederzeit verkaufen können, so sind Sie beim Crowdinvesting an die Laufzeit gebunden. Es ist also in beinahe allen Fällen unmöglich, sein Kapital früher als vereinbart zu entnehmen. Das muss auch nicht zwingend immer schlimm sein. Immerhin wird diese Laufzeit vor dem eigentlichen Crowdinvesting festgelegt. An diesem Punkt können Sie sich immer noch entscheiden, dass Sie nicht teilnehmen. Die Problematik kommt meist erst dann, wenn unvorhergesehene Dinge passieren und man auf das Kapital angewiesen ist. Beim Investieren, egal ob Crowdinvesting, Immobilien oder Aktien gilt grundsätzlich immer nur Geld zu verwenden, welches man auch bereit ist zu verlieren. Da bei der Schwarmfinanzierung allerdings viele Kleinanleger sind, welche diese Mentalität nicht immer pflegen, kann es zu Schwierigkeiten kommen. Schwierigkeiten, auf die man sich vorbereiten kann, aber dennoch vorhandene.

Wenn Sie also darüber nachdenken in Crowdinvesting zu investieren, dann steht Ihnen nichts im Wege. Wohnungen, Häuser oder allgemein Immobilien sind immer ein besonders gutes Ziel bei einer Schwarmfinanzierung, da sie in der Regel mehr Sicherheiten bieten. Vor allem Wohnungen, welche in Großstädten liegen haben hohes Potenzial, weswegen das Crowdinvesting ebenso entsprechend erfolgreich wird.
Wenn Sie also noch Geld auf dem Tagesgeldkonto haben und nicht zwingen Immobilien kaufen wollen, dann probieren Sie es doch mal mit Crowdinvesting. Tausende profitieren bereits von der Schwarmfinanzierung, sowohl als Geldgeber als auch als Geldnehmer. Durch das schnelle Wachstum von Crowdinvesting kommen zudem regelmäßig neue Gesetze, die den Verbraucher schützt. Das macht die genutzte Schwarmfinanzierung natürlich noch interessanter.

Hat Ihnen dieser Artikel von Vermoegensverwaltung-vergleich.de gefallen?

Bewerten Sie uns!
[ratings]